Hüttenzauber, dampfendes Käsefondue und sündhaft süßer Kaiserschmarrn: Die Alpenküche trifft mitten ins kulinarische Herz. Es gibt jede Menge Berggipfel und dutzende Dialekte in drei Sprachräumen. Bei dieser Vielfalt ist klar, dass die Alpenküche sehr viel zu bieten hat. Und diese wollen sich natürlich auch Wintersportler nicht entgehen lassen. Wir stellen die Klassiker aus der Alpenküche vor und Sternekoch Horst Lichter verrät uns sein Lieblingsgericht für kalte Winterabende auf der Alm.

Kulinarische Vielfalt der Berge

Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Deutschland – fünf Länder mit verschiedenen Küchen vereinen sich in der alpenländischen Küche. Das Ergebnis dieses Gipfeltreffens ist eine harmonische Kombination der Schmankerl der jeweiligen Regionen: So vereint sich zum Beispiel in Südtirol die bäuerliche Küche Österreichs mit mediterranen Einflüssen aus Italien.

Köstlicher Käse von glücklichen Kühen

In vielen Gebieten der Alpen ist eine landwirtschaftliche Bebauung des Landes nicht möglich, weshalb es als Weidefläche genutzt wird. Das macht den Weg frei für köstlichen Käse in der Alpenküche! Eine typische Käseplatte der Alpenküche besteht aus den Klassikern wie dem löchrigen Emmentaler, dem Tilsiter mit der roten Rinde und dem Hartkäse Le Gruyère.

Auch die Schweizer Nationalgerichte Raclette und Fondue sind bei gemütlichen Hüttenabenden sehr beliebt und haben zudem eine lange Tradition: Früher nahmen die Hirten nahrhaften und gut haltbaren Käse als Proviant mit auf die Alm und rösteten ihn abends am Feuer.

Der Gipfel der süßen Hochgenüsse

Die Alpenküche ist nicht nur für ihre deftigen Speisen bekannt: So ist der Kaiserschmarrn, der lange Zeit als Arme-Leute-Essen verschmäht wurde, mittlerweile fester Bestandteil der süßen Bergküche und zusammen mit der Sachertorte und dem Apfelstrudel nicht nur als Dessert ein Hochgenuss.

Kein Wunder also, dass Leckereien mit Hefeteig, in Österreich Germteig genannt, in den Skihütten so beliebt sind: süße Germknödel, salzige Dampfnudeln und gefüllte Palatschinken sind einfach zuzubereiten und machen schnell satt, bevor es wieder auf die Piste geht. 

Die Brotzeit in der Alpenküche

Wer hart arbeitet, der hat auch ein Päuschen verdient: Die Brotzeit diente ursprünglich als Stärkung während der Feldarbeit, hat aber längst Einzug in die Gaststätten gehalten. Traditionell wird dazu kerniges Brot mit aromatischem Käse wie Limburger, verschiedenen Wurstsorten sowie der Camembert-Creme Obazda und Radi, gewürztem Rettich, auf einem Holzbrett serviert.